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Reise der Verlorenen (Kehlmann)

Wednesday 20 October 2021

Daniel Kehlmanns Drama um die Irrfahrt der St. Louis ist das letzte der vier Stücke, die zwischen 2010 und 2018 entstanden sind, in Österreich uraufgeführt und im Jahr 2019 in einer gemeinsamen Buchausgabe veröffentlicht wurden. Das Motiv des „Verlorenseins“ durchzieht mehr oder weniger jedes der vier Stücke. In „Geister in Princeton“ verliert der Mathematiker Kurt Gödel den Bezug zur Welt und letztlich zu sich selbst, in „Der Mentor“ ist es ein älterer Kollege, der an seiner Eitelkeit und Erfolgsvergangenheit hängt, sein Können jedoch bereits verlor, ebenso wie der jüngere Parvenü seine Frau. „Heilig Abend“ besticht in seiner Aktualität, denn in Zeiten von Überwachung und weltweiten Terroranschlägen ist es der unter Zeitdruck ermittelnde Polizist Thomas, der in Erfahrung bringen muss, ob die Philosophieprofessorin Judith einen Anschlag geplant hat. Einher mit den gefühlten Notlagen beider Protagonisten geht es in der Dramatik der Geschehnisse auch um den Verlust der Menschlichkeit.

Kehlmanns Stück der „Reise der Verlorenen“ basiert auf dem 1974 erschienenen Buch „The Voyage oft he Damned“ von Gordon Thomas und Max Morgan-Witts. Bereits dadurch bietet sich im Unterricht die Möglichkeit, die Intertextualität zu untersuchen, alternativ auch zu der Theateraufführung oder mehreren Verfilmungen der Ereignisse. Lesen Sie hier  mehr zu dieser von Stephan Klausch entworfenen Unterrichtseinheit und möglichen "bodies of work".



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